Vielen Dank zuerst an Simone Wester für die Berichterstattung und das schöne Foto im Artikel vom 23.09.2026, der leider nicht online erschienen ist. Wie auch schon in der Ankündigung (online: Artikel auf merkur.de) steht dort allerdings wieder, dass ich die gespielten Kompositionen 2023 geschrieben habe. Tatsache ist, dass die insgesamt über 90 Minuten dauernden Kompositionen in einem Zeitraum von viereinhalb Jahren entstanden sind, zwischen 2022 und 2026.
Der Satz, der den Begriff "entferntere Tonarten" erklären möchte, stimmt so leider nicht:
"Seine jeweils neun Inventios und Sinfonias in entfernteren Tonarten, also Tonarten, die im Quintenzirkel weit voneinander entfernt liegen und nur wenige gemeinsame Töne oder Akkorde teilen, sind stilechte Kopien nach Werken von Johann Sebastian Bach."
Tatsächlich sind die sogenannten "entferntere Tonarten" einfach nur diejenigen, die viele Vorzeichen (sog. Kreuze "#" oder B-Vorzeigen "b") haben.
C-Dur ist die "erste" Tonarten und hat keine Vorzeichen, auf dem Klavier entspricht die C-Dur-Tonleiter den weißen Tasten. Die "zweite" Tonart mit einem #-Vorzeichen ist G-Dur, mit 2# D-Dur etc., ein B-Vorzeichen ist F-Dur, zwei B-Vorzeichen B-Dur etc..
Die Tonarten werden im Quintenzirkel in den Vorzeichen folgender aufsteigender Reihenfolge angeordnet.
Von C-Dur aus kann man alle Tonarten als "Verschiebung des Aufbaumusters" von C-Dur verstehen. Eine Dur-Tonleiter ist aus fünf Ganztonschritten und zwei Halbtonschritte zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Tonleiterton aufgebaut. Mit diesem Aufbaumuster lässt sich eine Tonleiter und sämtliche damit gebildeten Akkorde und Harmonieabfolgen auf jeden beliebigen der 12 Töne anwenden.
